Thymian – Hustenklassiker Nummer 4

Allgemein

Thymian haben wir alle im Gewürzregal stehen, hier geht es mir aber um die Arzneipflanze Thymus vulgaris, den echten Thymian. Genau genommen interessieren mich auch nur die oberirdischen Pflanzenteile, im Apothekerslang: das Kraut. Thymiankraut (Thymi herba) enthält ätherisches Öl (darum das tolle Aroma) sowie so genannte Lamiaceen-Gerbstoffe, die für die antivirale Wirkung mitverantwortlich sind. Außerdem wirkt Thymian krampflösend auf die Bronchien, schleimlösend, antibakteriell und schmerz- bzw. entzündungslindernd. Auch er hat also wieder mehrere Talente als „Husten-Killer“.

Thymian ist stark gegen Viren

Thymol – ein wichtiger Bestandteil des Thymianöls – gehört zu den am stärksten antiviral und antibakteriell wirksamen Einzelbestandteilen ätherischer Öle. Das finde ich deswegen besonders interessant, weil man ja schulmedizinisch nichts gegen Erkältungsviren ausrichten kann, nur gegen die Symptome (wie Kopfschmerzen, verstopfte Nase etc.). Möglicherweise kann Thymian hier etwas bewirken.

Für einen Tee ein bis zwei Gramm fein geschnittenes, getrocknetes Thymiankraut (entspricht einem knappen bis gehäuften Teelöffel) mit 150 Milliliter heißem Wasser aufgießen, fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse trinken. Auch gut: Thymianöl in Olivenöl lösen (etwa ein Teil ätherisches Öl und neun Teile Olivenöl) und auf ein Moltontuch auftragen (das sind die Tucher, die zwischen dem Baby und der Schulter der Mutter beim Bäuerchen liegen). Das Tuch um die Brust legen und die ganze Nacht das Thymianöl einatmen. Ist aber nichts für Säuglinge und Kleinkinder. Die sollte man nie mit ätherischen Ölen behandeln, sie könnten einen Stimmritzenkrampf bekommen und ersticken.

Zu Risiken und Nebenwirkungen schauen Sie in mein Impressum ( unter „Disclaimer“) und auf die Seite „Über mich und meine Website“.

Bild: Wiki commons plus Photo Lab Filter