Das beste bei Erkältung: Inhalieren

Allgemein Schon gewusst?

Es ist gerade mal Oktober, aber die erste Erkältung der Saison habe ich bereits hinter mir… weitgehend zumindest. Ätzend! Wir alle wissen, dass es gegen Erkältungsviren keine Medikamente gibt. Trotzdem ist da etwas, das ich den Knüller vor allem bei Schnupfen finde: das Inhalieren. Total unterschätzt, meiner Meinung nach. 

Zum Inhalieren braucht man nichts weiter als kochendes Wasser und ein Handtuch, das den Wasserdampf vom Entfleuchen abhält, so dass man ihn gut einatmen kann. Der Dampf wirkt auch nicht gegen Viren, aber er befeuchtet die strapazierten Schleimhäute und regt die Durchblutung an. Das macht es leichter, Schleim loszuwerden. Außerdem arbeitet das Immunsystem in gut befeuchteten Schleimhäuten am besten.

Neun Gramm Salz auf einen Liter

Wenn man dem Wasser etwas Salz zusetzt, klappt das Befeuchten sogar noch besser. Zusätze wie Jod oder Streuhilfen machen dabei keinen Sinn, ideal ist es, wenn man Meersalz Zuhause hat. Es gibt aber auch in der Apotheke (keimfrei aufbereitete, mineralstoffreiche) Salze zum Inhalieren. Neun Gramm auf einen Liter Wasser, das ist die ideale Konzentration (ein Teelöffel, gestrichen voll, entspricht etwa fünf Gramm Salz).

Ätherische Öle wirken antibakteriell

Eine andere Möglichkeit sind ätherische Öle, etwa Eukalyptus-, Latschenkiefer-, Pfefferminz- oder Fichtennadelöl, wie sie in Inhalationszusätzen aus der Apotheke stecken. Diese Ölen enthalten Naturstoffe wie beispielsweise Cineol, das antibakteriell und schleimlösend wirkt, aber die Augen reizen kann. Also Augen zu, oder einen einen Plastik-Inhalator mit einem Nase-Mund-Aufsatz benutzen.

Mein Favorit: Kamille

Ich persönlich inhaliere am liebsten mit Kamille, der Einfachheit halber werfe ich zwei Teebeutel in die Schüssel, und los geht’s. Ideal wäre ein Kamillenextrakt aus der Flasche. Kamille wirkt entzündungshemmend. Damit die wohltuenden Dämpfe auch wirklich gut ans Ziel kommen, nehme ich vor dem Inhalieren Nasenspray. Nach dem Dampfbad ist die Nase über viele Stunden frei, und es bleibt das gute Gefühl, etwas dafür getan zu haben, dass der Infekt vorbei geht. Mal abgesehen davon gibt es keinen besseren Weg, um mögliche Komplikationen einer Erkältung zu vermeiden. Wer also zu Nasennebenhöhlenentzündungen und dergleichen neigt, für den ist regelmäßiges Inhalieren Pflicht.

Und so geht’s

Also Wasser aufkochen, in eine Schüssel oder einen Topf füllen, Kopf drüber, Handtuch drüber. Zehn Minuten aushalten: durch die Nase einatmen, durch den Mund aus. Am besten zweimal täglich. Ist langweilig, ich weiß. Ich versuche immer, mich ganz auf meinem Atem zu konzentrieren, mache also eine kleine Meditationsübung daraus.

Übrigens: Mit dieser „Topf-Methode“ gelangt die Feuchtigkeit aus dem Dampf in die oberen Atemwege bis etwa zum Kehlkopf. Wer die Bronchien (mit-)behandeln will oder den Aufwand scheut, dem nutzt ein elektrisches Inhaliergerät. Solche Geräte können noch feinere Nebel herstellen als die, zu denen der Wasserdampf aus dem Topf kondensiert.

 

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